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Übelkeit behandeln

Jedes Jahr wird allein in Deutschland bei fast 400.000 Menschen Krebs diagnostiziert, und bei mehr als der Hälfte davon wird entweder eine Chemotherapie oder eine Strahlentherapie durchgeführt.

Diese unglaublich harten, aufdringlichen Behandlungen führen häufiger zu Übelkeit und Erbrechen, entweder vor, während oder nach der Behandlung. Ärzte können Antiemetika verschreiben, um diese Symptome zu lindern, aber bei einigen wirken sie einfach nicht, und bei anderen haben sie selbst schreckliche Nebenwirkungen.

Dies hat dazu geführt, dass Patienten nach sichereren, natürlicheren Alternativen suchen, und ein bestimmtes Kraut taucht in mehr Google-Suchen auf als jedes andere.

Medizinisches Cannabis wurde im Jahr 2018 für Epilepsiekranke und Krebspatienten legalisiert, die an Übelkeit und Erbrechen leiden und nicht auf „traditionelle“ Medikamente ansprechen. Diese Änderung der Gesetzgebung hat eine Welle des Interesses an Cannabis und insbesondere an dem viel leichter zugänglichen CBD-Öl ausgelöst.

Wie kann CBD gegen Übelkeit helfen?

Die Chemikalie Serotonin wird von Zellen des Dünndarms als Reaktion auf Chemotherapeutika freigesetzt. Forschungen haben gezeigt, dass CBD-Öl die Bindung von Serotonin an die Serotonin-Rezeptoren hemmt, wodurch diese durch Übelkeit hervorgerufenen Verhaltensweisen reduziert werden, ohne dass die motorische Aktivität beeinträchtigt wird.

Weitere Forschungen deuten auch darauf hin, dass diese nichttoxische Verbindung aus der Cannabispflanze die Serotoninfreisetzung in den Vorderhirnregionen reduziert, wodurch die durch das Toxin induzierte Übelkeit unterdrückt wird.

Darüber hinaus produziert der menschliche Körper eine körpereigene Verbindung namens Anandamid, die ebenfalls nachweislich gegen Übelkeit wirkt, aber im Körper aufgrund der Anwesenheit von „Fettsäureamidhydrolase“ oder FAAH schnell abgebaut wird. CBD-Öl hemmt FAAH, wodurch der Anandamidabbau verlangsamt und die Anandamidkonzentration erhöht wird, was die ekelerregenden Nebenwirkungen von Krebsbehandlungen weiter lindert.

THC vs. CBD-Behandlung bei Übelkeit
Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC), die psychotrope Verbindung aus der Cannabispflanze, ist seit 1985, als zwei synthetische Versionen (Nabilon und Dronabinol) geschaffen wurden, dafür bekannt, Übelkeit und Erbrechen zu reduzieren.

THC, ob natürlich oder synthetisch, blockiert die Bindung von Serotonin an Rezeptorstellen und interagiert mit Rezeptoren, die sich an Reflexwegen befinden, und dem dorsalen Vagalkomplex im Hirnstamm, die eine Anti-Übelkeitsreaktion zeigen.

Forscher haben auch gezeigt, dass eine niedrige THC-Dosierung die induzierte Lückenbildung, die durch bestimmte Chemotherapeutika hervorgerufen werden kann, stört.

Beide Verbindungen haben in mehreren Tierstudien gezeigt, dass sie konditioniertes Würgen und konditioniertes Gapen wirksam verhindern.

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass sowohl CBD als auch THC Krebspatienten, die Übelkeit und Erbrechen lindern wollen, helfen können, aber CBD-Öl wird möglicherweise von denjenigen besser vertragen, die den „hohen“ Effekt nicht wünschen.

Die wichtigsten Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen CBD und THC sind;

Beide blockieren die Bindung von Serotonin an Rezeptoren und lindern dadurch Übelkeit.

  • Beide verhindern nachweislich Würgereiz
  • THC verursacht ein euphorisches High
  • CBD wird nie ein solches Hochgefühl verursachen
  • CBD ist besser verfügbar
  • THC ist schwer zu verschreiben

Wird CBD bei krebsbedingter Übelkeit helfen?

Chemotherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen (CINV) betrifft 70-80% der Patienten und ist eine der schwächendsten Nebenwirkungen der Chemotherapie, die oft als eine der Hauptursachen für das vorzeitige Absetzen der Krebsbehandlung angesehen wird.

Synthetisches THC (Nabilon) wird in Großbritannien regelmäßig verschrieben, um Übelkeit zu bekämpfen, aber das berauschende Gefühl, das mit THC einhergeht, ist nicht für jeden geeignet.

CBD-Öl hingegen wird, unabhängig von der eingenommenen Menge, niemals die „hohe“ Wirkung erzielen, kann aber dennoch eine Anti-Übelkeitswirkung bieten, indem es die Bindung von Serotonin an Serotonin-Rezeptoren hemmt, die bekanntermaßen Übelkeit und Reisekrankheit verursachen.

Cannabidiol kann von Krebspatienten auf verschiedene Weise eingenommen werden, z.B. unter der Zunge in Form von Tinkturen, Kapseln, Vaping, Esswaren und mehr.